Persönlichkeitsentwicklung

Persönlichkeitsentwicklung

@ Hintz

Persönlichkeitsentwicklung

31. March 2020

Persönliches Wachstum - ich sehe genau vor mir, wie du deine Stirn in Falten legst und denkst, was will sie denn jetzt von mir? Reicht es nicht, was ich den ganzen Tag über mache? Jetzt soll ich auch noch wachsen? Ja, sollst du. Nein, darfst du. Ich wünsche es dir. Warum? Weil ich mir wünsche, dass du (noch) zufriedener, (noch) glücklicher, (noch) erfolgreicher durch dein Leben wandelst.

Wie das geht? Lies weiter…

Der Hauptprotagonist in John Strelecky’s Buch „Big Five For Life“ beschreibt, dass unser Leben grundsätzlich wellenförmig verläuft, (Ver)Änderungen sind also Normalität. Dabei würden die Wellen aber meist auf einer Ebene bleiben (siehe Skizze 1). Bei persönlichem Wachstum bliebe das Wellenförmige zwar erhalten, ohne Veränderung scheint es „Leben“ nicht zu geben, die Wellen würden sich aber stetig nach oben bewegen (Skizze 2). Unsere Lebensqualität wird also von Welle zu Welle besser, höher.

Skizze 1 - gleichbleibende Lebenslinie Skizze 2 - aufsteigende Lebenslinie
gleichbleibende Lebenslinie aufsteigende Lebenslinie

Dafür lohnt es sich doch etwas zu tun, oder?

Gut, dann lege ich mal los.

Zuerst brauchen wir mal eine Definition. Was ist persönliches Wachstum?

Ich schau mir meine Eigenschaften und Fähigkeiten an. Welche sind schon ganz gut ausgeprägt, welche gefallen mir? Welche könnten eine Entwicklung, eine Verbesserung gebrauchen? Ich entscheide, wo und was verändert werden soll. Wenn diese dann in einer Weise verändert werden, dass mein Leben leichter, gelassener, zufriedener, erfolgreicher, spannender, … wird, dann bedeutet das für mich persönliches Wachstum.

Ein Zitat von Albert Einstein gefällt mir hier ganz gut:

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und dabei andere Ergebnisse zu erwarten.

So ist das auch mit dem persönlichen Wachstum. Wenn ich nichts unternehme, alles immer in den selben Bahnen laufen lasse, muss ich mich nicht wundern, dass alles gleich (besch…) bleibt.

Und schon höre ich deinen nächsten Einwand. Ja, ich weiß, du machst jedes Jahr mindestens 15 Unterrichtseinheiten Fortbildung. Prima. Du kannst ohne großen Aufwand noch mehr tun, dein persönliches Wachstum beschleunigen, dein Leben noch schneller verbessern.

Wenn ich also tatsächlich wachsen und damit mein Leben verändern will, welche Situationen schau ich mir dann an? Die, die mir viel Spaß machen, die ich gerne absolviere? Nein, natürlich nicht. Ich muss mich an die Bereiche heranwagen, die unangenehm sind. Situationen, die mir ein Bauchgrumeln verursachen, die mich ärgern, die mich vielleicht sogar nachts nicht schlafen lassen, die eventuell immer wieder kommen. Kurz, die mir das Leben schwer machen.

Beispielsweise kommt die Mama heute wieder zu spät, um ihr Kind abzuholen. 20 Minuten! Schon zum dritten Mal diese Woche! Und es ist nicht die erste Woche, in der das vorkommt. Du hast schon mehrfach gewagt, zaghaft vorzubringen, dass es so nicht geht, dass du dir so die Zusammenarbeit nicht vorstellt. Ohne Erfolg. Heute merkst du, wie dich der Ärger überrollt und du kurz vor der Explosion stehst. Du bringst ein knappes „Tschüss, bis Morgen“ heraus und bist froh, dass Mutter und Kind schnell die Tür hinter sich schließen.

Wie kannst du dich solchen Situationen nähern, um sie so zu verändern, dass du besser, anders damit umgehen kannst?

Dazu stelle ich dir vier Schritte vor, die Marshall B. Rosenberg für seine Gewaltfreie Kommunikation entwickelt hat. Er benutzte und lehrte sie vor allem für eine gelingende Kommunikation. Ich verwende sie auch gerne für die Arbeit an mir und mit mir. Damit lassen sich einzelne Situationen detailliert aufdröseln und zerlegen, so dass ich mich mit schwierigen Themen beschäftigen kann.

Schritt 1 – Was ist passiert?

Schritt 2 – Was empfindest du?

Schritt 3 – Was brauchst du jetzt? Welche Qualitäten brauchst du jetzt?

Schritt 4 – Wie kannst du das – auch mit Hilfe anderer – verwirklichen?

 

Schritt 1 – Was ist passiert

Hol dir die Situation nochmal vor dein geistiges Auge und sieh sie dir als Beobachter ganz genau an. Beschreibe ohne zu werten, was passiert ist. Meistens hilft es, die Begebenheit aufzuschreiben. Dabei kommst du Wertungen am besten auf die Schliche und kannst dich korrigieren, so dass wirklich nur die tatsächliche Situation hier beschrieben wird.

Die Mutter kam 20 min nach der vereinbarten Zeit, um ihr Kind abzuholen.

 

Schritt 2 – Was empfindest du?

Welche Gefühle hat das bei dir ausgelöst? Wie hast du dich gefühlt?
Notiere alle Gefühle, die du identifizieren kannst.

Ich war ärgerlich, wütend, sprachlos, frustriert, genervt,….

 

Schritt 3 – Was brauchst du jetzt? Welche Qualitäten brauchstdu jetzt?

Was hilft dir, um mit dieser Situation anders umzugehen? Welche Eigenschaften, Fähigkeiten musst du haben, um die Situation so umzugestalten, dass die oben genannten Gefühle ins Positive gedreht werden können und du mit dem Alltag zufrieden bist?

Sicherheit (in der Gesprächsführung), Verständnis (für die Situation der Mutter), Wissen, was ich will, Durchsetzungsfähigkeit….

 

Schritt 4 – Wie kannst du das – auch mit Hilfe anderer – verwirklichen?

Welche Möglichkeiten hast du, die unter Schritt 3 genannten Themen anzugehen? Was kannst du tun, um diese Qualitäten in dein Leben zu holen?

Fortbildung, Beratung, Coaching, Gespräche trainieren, die Perspektive der Mutter einnehmen, …

 

Nachdem du dir alle vier Schritte detailliert angesehen hast, überlege jetzt, welchen nächsten Schritt du dir als ersten Schritt vornehmen möchtest. Dieser kann ein Ziel für die nächsten Wochen sein, welches dann Schritt für Schritt verwirklicht wird.

Falls du Lust und Interesse hast, dich weiter mit Zielen zu beschäftigen, dann schreib mir eine Email. In Kürze wird mein Online-Kurs und meine Ziele-Arbeitsbücher erscheinen.

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