Ich höre was, das du nicht sagst

Ich höre was, das du nicht sagst

©Tiko/stock.adobe.com

Ich höre was, das du nicht sagst

12. June 2020

Thema meiner heutigen Buchvorstellung ist die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg. Das Buch heißt „Ich höre was, das du nicht sagst“ von Susann Pásztor & Klaus-Dieter Gens.

Am Beispiel eines Paares beschreiben die Autoren, wie wir im Alltag miteinander kommunizieren, wie wir dabei unweigerlich Konflikte heraufbeschwören und wie das unter Anwendung der Gewaltfreien Kommunikation besser laufen kann.

 

„Ich höre was, das du nicht sagst“

Nach der Einführung ins Buch beschreiben die Autoren kurz das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation, so erhalte ich als Leser einen Einblick, was Marshall B. Rosenberg, der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, sich dabei gedacht hat.

Dann geht es auch gleich mit praktischen Beispielen los. Ein Paar kommuniziert auf der Heimfahrt über den Besuch bei ihren Eltern. Eine alltägliche Situation, die du sicher auch kennst und schon x-Mal erlebt hast. Sicher kannst du dir bildlich vorstellen, wie das abläuft. Ein Vorwurf reiht sich an den anderen. Zu Hause angekommen sind beide mindestens gefrustet, wenn nicht sogar stinksauer.

Dann dröseln die Autoren sehr anschaulich auf, was hinter den Vorwürfen steckt und wie du anders, im Sinne der Gewaltfreien Kommunikation, damit umgehen könntest und was dann bei dem/der anderen ausgelöst wird.

Die weiteren Beispiele behandeln Themen wie Rechthabenwollen, Gefühle und Verantwortung, Bedürfnisse und Strategien, die Kunst des Bittens und Empathie.

Alle werden praxisnah geschildert und regen zum Nachahmen an.

Das interessante dabei sind nicht nur die Dialoge, sondern auch das, was sich hinter den einzelnen Themen verbirgt. Beispiel: Wer macht unsere Gefühle, wo kommen sie her? Oder: Unser Umgang mit Bedürfnissen und der Erfüllung. Muss es immer darauf hinauslaufen, dass meine Bedürfnisbefriedigung den anderen einschränkt und damit zu Unzufriedenheit führt? Nein, sagen die Autoren und beschreiben ausführlich, wie es anders gehen kann.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Gewaltfreien Kommunikation wird auch immer wieder deutlich heraus gestellt. Was will ich eigentlich? Was will ich jetzt? Erst dann kann ich eine Bitte formulieren und der anderen hat die Möglichkeit zu reagieren. Das heißt nicht, dass er automatisch dieser Bitte entsprechen muss oder dass damit keine Konflikte mehr entstehen. Es geht um offene, ehrliche Kommunikation ohne versteckte Botschaften.

Am Ende des Buches geben die Autoren noch ein Interview und schildern, wie sie die Gewaltfreie Kommunikation in ihr Leben geholt haben und diese im Alltag praktizieren. Jeder Satz ist voll mit Tipps und Anregungen.

Also, wenn du in Sachen Kommunikation dazu lernen willst. Mit diesem Buch bist du auf dem richtigen Weg. Viel Spaß beim Lesen.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 8 und 6.

Direkt zu den Beiträgen

Abonnieren Sie meinen Newsletter

Bitte addieren Sie 5 und 9.

Informationen zum Newsletter und Hinweise zur Verwendung Ihrer E-Mailadresse finden Sie auch auf der Seite Newsletter.