GedankenwerdenDINGE

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01. July 2020

GedankenwerdenDINGE

Heißt so viel wie, mit deinen Gedanken gestaltest du dein Leben.

Wenn dir also nicht gefällt, wie dein Leben im Moment läuft, kannst du anfangen, andere Signale zu setzen, sprich, andere Gedanken zu denken.

Nachfolgend erkläre ich dir, wie du damit beginnen kannst. Zuerst machen wir einen Ausflug in unser Gehirn, denn das ist ja schließlich für unsere Gedanken mit-verantwortlich.

Wie tickt unser Gehirn? Einerseits ist es enorm leistungsfähig, andererseits aber auch extrem faul.

Am liebsten will es Routine, denn damit lässt sich am besten Energie sparen. Für unsere Gedanken bedeutet das, dass es am liebsten immer die gleichen Gedanken denkt und folglich dann auch die gleichen Handlungen fordert. Es beobachtet uns und versucht, uns permanent zum Energie sparen zu motivieren.

Gleichzeitig will es uns unterstützen und uns unser Leben erleichtern. Es merkt sich, was wir häufig denken und unterstützt uns, indem es immer mehr davon in unser Leben zieht. Denn auf Gedanken folgen Handlungen. Eine Handlung ohne einen vorhergehenden Gedanken gibt es nicht.

Dabei ist dem Gehirn egal, ob dieser Gedanke positiv oder negativ ist, ebenso egal ist ihm, ob es positive Auswirkungen auf dein Leben hat oder negative. Unser Gehirn bewertet die Gedanken nicht, es nimmt sie hin und reagiert.

Wenn du deine Gedanken beobachtest, wirst du feststellen, dass es a) immer dieselben sind, die sich da hin und her wälzen und b) dass sie meist negativ sind. Wenn also stimmt, was ich bisher geschrieben habe, was liefert uns dann unser Gehirn unweigerlich? Richtig, immer mehr negative Gedanken. Und folglich auch immer mehr negative Handlungen. Wie soll so das Leben positiv verlaufen, Spaß machen, zu Zufriedenheit und Glück führen? Das kann nicht gehen.

Das Gute daran ist, dass unser Gehirn umgekehrt genauso arbeitet. Denke ich, dass ich jede Herausforderung schaffe, liefert mir mein Gehirn Lösungsmöglichkeiten am laufenden Band. Denke ich, dass ich gut bin, dass ich kompetent bin, dass ich ein glückliches Leben führe, wird das Gehirn permanent Handlungen folgen lassen, die diesen Gedanken entsprechen.

Was musst du also tun? Ganz genau, deine Gedanken in entsprechende Richtungen lenken. So weit so gut. Wie machst du das?

Ganz einfach, denke positiv.

Eigentlich ganz einfach, oder? Wenn da nicht unser Gehirn wäre.

Denn mit diesem Gehirn ist das gar nicht so einfach. Es will sich nur ungern auf neues oder anderes einlassen. Es ist bequem und muss erst überzeugt werden. Unser Gehirn liebt die eingefahrenen Gedanken, die Routine, die Komfortzone. Denn dann kann es im Standby-Modus laufen und muss keine Energie aufwenden, um neue Strategien fürs Leben zu entwickeln.

Ein kleines Beispiel zum besseren Verständnis. Stell dir ein verschneites Schneefeld vor. Es liegt direkt vor dir, am Ende steht ein Kiosk mit warmen Getränken. Dein erklärtes Ziel. Du willst das Feld überqueren und stapfst los. Bis zu den Knien sinkst du in den Schnee ein. Jeder Schritt ist anstrengend und kostet dich viel Kraft. Doch du gibst nicht auf, Schritt für Schritt geht es weiter, bis du völlig nass geschwitzt, erschöpft und müde am Ziel ankommst. Du gönnst dir den ersehnten Tee und schaust auf das Schneefeld zurück. Du siehst, dass noch jemand das Feld überqueren will. Er nutzt deine Spuren, steigt Schritt für Schritt in deine Fußstapfen und ist in der Hälfte der Zeit bei dir am Kiosk. Lange nicht so erschöpft wie du. Auch er bestellt sich sein Getränk und beide seht ihr, dass sich schon die nächsten auf den Weg über das Feld machen. Bald ist ein Trampelpfad entstanden, der Schnee ist festgetreten, die Menschen können bequem hinter einander das Feld überqueren. Wenn du bis zum Abend am Kiosk stehen bleiben würdest, könntest du sehen, dass aus deinen Fußstapfen ein breiter Weg entstanden ist, den sogar ein kleines Kind bequem bewältigen kann. Ohne Anstrengung, ohne Erschöpfung. Und genau so will unser Gehirn sein Leben bestreiten.

So, aus dieser Komfortzone wollen wir also unser Gehirn hinaus stoßen. Dafür musst du dir deiner Gedanken bewusst werden. Erst wenn du weißt, was du denkst, kannst du überlegen, ob diese Gedanken zu Handlungen führen, die dir gefallen oder nicht. Erst dann kannst du entscheiden, welche Gedanken aussortiert werden sollen und durch welche neuen sie ersetzt werden sollen.

Tatsächlich laufen mehr als 90 % unserer Gedanken unbewusst ab. Einfach deshalb, weil wir sie ständig denken. Beobachte dich mal selbst, was du so den Tag über mit deinem Gehirn anstellst. Es sind nicht viele verschiedene Gedanken. Ein paar wenige, die immer wieder kehren, die immer wieder von vorne nach hinten, von links nach rechts und dann noch im Kreis gedreht werden. Irgendwann rutschen die dann automatisch ins Unterbewusstsein, einfach weil sie so oft wiederholt werden, laufen dann natürlich auch unbewusst ab und steuern uns trotzdem. Wir wundern uns dann, wie denn jetzt so eine Reaktion zustande kommt, die wir doch so gar nicht wollen.

Beginne wahrzunehmen, was du denkst. Immer wieder. Wenn dir ein Gedanke auffällt, nimm ihn bewusst wahr. Pass auf, was da oben in deinem Oberstübchen abgeht. Ohne Bewertung, ohne etwas ändern zu wollen. Einfach wahrnehmen. Nur beobachten. Ah, schau an, das denke ich also gerade. Ah, schau an, da ist derselbe Gedanke wieder. Das machst du eine ganze Weile. Einfach wahrnehmen. Dich beobachten. Deine Gedanken kennen lernen.

Im zweiten Schritt beobachtest du dann, was diese Gedanken mit dir machen. Wie fühlst du dich, wenn Gedanke A auftaucht? Was macht Gedanke B mit dir? Wann taucht Gedanke C immer auf? Was passiert dann? Beobachten, wahrnehmen.

Du kommst nicht nur deinen Gedanken auf die Schliche, du lernst dich auch sehr gut kennen.

Am meisten hat mich überrascht, dass die meisten Gedanken, die ich den Tag über in meinem Gehirn herumwälze, negativ geprägt waren und oft noch sind. Was hab ich vorher geschrieben? Genau, das was ich häufig denke, auch wenn es unbewusst abläuft, wird mehr, weil das Gehirn der Überzeugung ist, das ich genau das will, sonst würde ich mich ja nicht dauernd damit beschäftigen. Stimmts? Stimmt.

Der Effekt ist, es gibt immer noch mehr und noch mehr negative Gedanken und Handlungen.

Kommen wir zum dritten Schritt. Was tust du, wenn du dir deine Gedanken bewusst gemacht hast?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten.

  1. Drehe den Gedanken um, wandle ihn ins Positive um.

Manchmal ärgere ich mich über jemanden und kann an gar nichts anderes mehr denken. Der Ärger dreht sich in meinem Kopf, steigert sich in Wut und am Ende will ich nur noch eines, Rache üben. Sobald ich das bemerke, frage ich mich, was wollte ich eigentlich, um was ging es ursprünglich? Will ich tatsächlich Rache oder etwas anderes? Oft kommt dann der eigentliche Wunsch, um den es geht, wieder in den Vordergrund und ich bemerke, dass die Angriffe, Vorwürfe des anderen gar nichts mit mir zu tun haben, sondern mit dem „Sender“ selbst. Das Denken wird entspannter und ich kann „neutraler“ überlegen, wie ich mit der Situation umgehen will.

 

  1. Überlege dir ein Stopp-Signal! Verwende es, um die Gedanken zu stoppen.

Sag dir selbst „STOPP“ und hole dir ein, zwei Gedanken ins Bewusstsein, die jetzt gedacht werden. Ich bin glücklich. Mir geht es gut. Als Beispiele. Es ist egal, ob das in diesem Moment zutrifft. Die Gedanken nehmen Einfluss auf das Bewusstsein, auf das Gehirn und bewirken etwas.

 

  1. Zwinge dich zu lachen. Immer wieder.

 

  1. Sei dankbar.

Schreibe täglich, morgens und abends, fünf Dinge auf, für die du dankbar bist. So fängt der Tag positiv und hört positiv auf.

 

  1. Hänge dir ein Plakat mit folgendem Text übers Bett:

Zähle vor dem Einschlafen

5 Dinge auf,

die heute gut gelaufen sind.

Ein positiver Abschluss für den Tag, ein positiver Beginn der Nacht.

 

Ganz egal, was du machst, wichtig ist nur, dass du die negative Gedanken-Routine unterbrichst. Negative Gedanken unterbrechen, durch positive ersetzen.

Bitte erwarte keine Wunder. Wie gesagt, dein Gehirn wird sich mit Händen und Füßen dagegen wehren. Es will keine neuen Gedanken. Es will in seiner Routine bleiben. Außerdem ist es ihm völlig schnuppe, ob  dein Leben positiv oder negativ verläuft. Es sind Gedanken, die da sind und wenn es immer die gleichen sind, ist für das Gehirn die Welt in Ordnung.

Lass dich also nicht abschrecken. Denn damit bereitest du Boden für Freude, Glück und Zufriedenheit in deinem Leben.

Wenn du nur noch positive Gedanken denkst und die anderen schnell verscheucht, kann das Leben nur positiv sein. Es geht gar nicht anders.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Schreib mir gerne deine Erfahrungen.

 

Liebe Grüße,

Deine Manuela

 

 

 

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